Was zeichnet den „Schweizer Kaffeemarkt“ aus?

Das „Wer hat‘s erfunden?“ trifft seit vielen Jahren auf viele Bereiche am Kaffeesektor auf die Schweiz zu: Die Entkoffeinierung durch Ludwig Roselius, die Herstellung des Kaffee HAG, die Erfindung des Nescafé durch Max Morgenthaler, die Erfindung bzw. die Weiterentwicklung des Vollautomaten für die Gastronomie, den ersten Vollautomaten für zu Hause, der Café crème oder letztendlich auch die Erfindung der Espressokapseln à la Nespresso durch Eric Favre gehen alle auf den Schweizer Erfindergeist zurück.

Vor dem Hintergrund, dass sich der weltweite Kaffee-Konsum in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat und einem jährlichen Wachstum von derzeit ca. 2.5 % lassen sich die Faktoren und Tendenzen für den Schweizer Kaffeemarkt wie folgt ablesen:

  • Die Schweiz ist Weltmarktführer im Segment Vollautomaten, inklusive der dazu gehörenden technischen Innovationen.
  • Nicht zuletzt aufgrund der Entwicklungen am Kapselsektor haben sich die Exporte am Kaffeesektor auf über 2 Mrd. CHF in den letzten zehn Jahren vervielfacht.
  • Kaffee ist mittlerweile das wichtigste Exportgut der Schweiz, noch vor Schokolade und Käse.
  • Die Schweiz ist mengenmäßig die Nummer 5 aller Kaffee-Exporteure, im Exporterlös jedoch aufgrund der Kapselpreise bereits weltweit die Nummer 1.
  • Doch nicht nur Nespresso ist der Motor, im Sog der „Clooney-Kapsel“ kommen auch zahlreiche Mitbewerber aus der Schweiz, was sich ebenfalls auf Umsatz und Export auswirkt.
  • Die Schweiz hat wahrscheinlich die größte Rösterdichte Europas (auf die Einwohner gerechnet), auf jeden Fall mit mehr als 150 Röstern (bei 8.4 Mio. Einwohnern) eine größere als Österreich und Deutschland.

Auszug aus dem Buch „FAQ KAFFEE & Schweizer Kaffeemarkt“
ISBN 978-3-9817661-2-7
Neuauflage Oktober 2017
VK € 26,90

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