Die im Mai in Insolvenz geschlitterte Traditions-Kaffeerösterei Helmut Sachers befindet sich innerhalb des vorgegebenen Sanierungsplans. 11/2017

Die 1929 gegründete Rösterei war Anfang dieses Jahres in Turbulenzen geraten. Über ihr Vermögen wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, der in weiterer Folge im Juli des Jahres rechtmäßig angenommen wurde. Zum Masseverwalter wurde der renommierte Sanierungsanwalt Michael Lentsch von der Kanzlei Kosch & Partner bestellt.

Das Unternehmen hat seinen Firmensitz Wien-Wieden, die Betriebsstätte befindet sich in Oeynhausen, südlich von Wien. Laut Creditreform beschäftigte das Unternehmen zuletzt zirka 26 Mitarbeiter. Der Umsatz wurde mit 5,2 Millionen Euro beziffert.

Die „Helmut Sachers, Kaffee-Import-Großrösterei-Großhandel, Wien GmbH wurde 1929 in Wien als Kaffeerösterei gegründet, ab 1972 wurde auch mit Kaffee gehandelt, ab 1983 begannen die Auslandsexporte. 2013 zog sich Helmut Sachers, Sohn des Firmengründers, aus dem Unternehmen zurück und verkaufte das Geschäft an die Immoga Beteiligungs GmbH bzw. an die Sawe Holding GmbH. Eigentümer ist Tamara Vogl, Geschäftsführer ist der Tiroler Gastronom Hannes Schlögl.

Den 123 Gläubigern wurde folgender Sanierungsplan angeboten: eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren. Die anerkannten Forderungen belaufen sich auf € 3,53 Mio. Das Unternehmen besteht also weiterhin. Der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. Sowohl die Rösterei, als auch der Shop, laufen lt. Geschäftsführung profitabel. Helmut Sachers Kaffee ist der größte Biokaffee-Hersteller in Österreich und konnte in den letzten acht Monaten die Exportquote um 10 Prozent erhöhen.