News 2017-10-25T15:45:48+00:00
Kampfansage von illy an Nespresso 2018-11-01T22:33:21+00:00

Der italienische Kaffeeröster und Familienunternehmen Illy hat ein Abkommen mit der JAB Holding der deutschen Familie Reimann zur Herstellung und zum Vertrieb von Aluminium-Kaffeekapseln abgeschlossen. Die mit Nespresso-Maschinen kompatiblen Kaffeekapseln der Marke Illy sollen im ersten Halbjahr 2019 auf den Markt kommen. Vertrieben werden sie im Einzelhandel weltweit von JABs Kaffee-Konzern Jacobs Douwe Egberts (JDE) und in Italien von Illy selbst.

Bisher sind die Pads von Illy nur in den firmeneigenen Maschinen einsetzbar. Die neuen Pads dagegen sollen mit den in Europa viel weiter verbreiteten Automaten von Nespresso kompatibel sein und so einen riesigen potenziellen Kundenkreis erschließen.

Nun kommt die italienische Traditionsmarke Illy dazu. Fabien Simon, Manager bei JDE erwartet viel von der Zusammenarbeit. «Das Segment der Kaffeepads boomt immer noch und wächst zwischen 20 und 30 Prozent im Jahr», so Simon gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Im ersten Halbjahr 2019 soll der Verkauf der neuen Pads in Deutschland, Frankreich und Spanien starten. Illy röstet seit 1933 und setzt derzeit ca. 500 Millionen Euro um. Laut dem Illy-Präsidenten Andrea Illy will die Firma trotz Angeboten von großen Konkurrenten aber weiter unabhängig bleiben. Auch ein Börsengang sei nicht geplant.

Der europäische Kaffeemarkt ist im Moment stark umkämpft. Der Deal von Illy und JDE folgt auf die Milliarden-Kooperation von Nestlé mit Starbucks und die Übernahme von Costa durch Coca-Cola im August. Im Kampf um Anteile unter den grossen Playern ist JAB aktuell die Nummer 2 im Kaffee-Business – hinter Nestlé. Zu JAB gehören Marken wie «Tassimo» oder «Jacobs». Mit der weltbekannten Marke der deutschen Familie Jacobs, deren Holding in der Schweiz ansässig ist, sind die Reimanns so richtig auf den (Kaffee)-Geschmack gekommen. Die Familie Reimann kontrolliert JAB.

Doch der Kaffeekampf tobt nicht nur in Europa, sondern auch in China, dem am schnellsten wachsende Markt der Welt. Dort versuchen vor allem die beiden Tech-Giganten Alibaba und Tencent, den Markt unter sich aufzuteilen. Sie sind bereits bei digitalen Diensten Erzrivalen. Jetzt kommt noch das boomende Kaffeegeschäft dazu. Aber auch Starbucks ist in China präsent und hat im August eine Partnerschaft mit Alibaba unterzeichnet.

Mit Material von Lebensmittelzeitung.online, handelszeitung.ch, foodaktuell.ch — 10/2018
Nestlé will mit dem hippen Blue Bottle Coffee auch in Europa Fuß fassen 2018-11-01T22:34:20+00:00

Der Kampf um den Kaffeemarkt kennt keine Pause: Der kalifornische Kaffeeröster und Fachhändler Blue Bottle Coffee, an dem Nestlé vor gut einem Jahr die Mehrheit übernommen hat, könnte laut einem Pressebericht schon bald in Europa den Markteintritt wagen. Wie die „Financial Times“ am Montag berichtet, hat sich der Nestlé-Manager Marco Settembri bei der Eröffnung der ersten Starbucks-Filiale in Italien, im ehemaligen Hauptgebäude der Post in Mailand, dahingehend geäußert. Blue Bottle Coffee ist heute vor allem in den USA und Japan aktiv.

Auf das Kaffeegeschäft legt der Nestlé-Konzern, zu dem die Marken Nespresso und Nescafe zählen, ein großes Augenmerk. Nestlé will gegenüber dem Konkurrenten JAB, aber auch Mitbewerbern in China, im Kaffeegeschäft an Boden gewinnen. Erst im vergangenen Mai hatten Nestlé und Starbucks einen Deal zur Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte des amerikanischen Kaffeegiganten durch Nestlé im Umfang von 7,2 Milliarden US-Dollar getroffen.

Es handle sich um einen langfristig angelegten Deal, sagte Settembri weiter. Dabei sei der chinesische Markt, wo Starbucks alle 15 Stunden eine neue Kaffeebar eröffne, der Schwerpunkt der Vereinbarung, so der Nestlé-Chef der Region Europa, Mittlerer Osten und Nordafrika.

Mit Material vom Bloomberg, handelszeitung.ch, yumda.de — 10/2018
Cimbali steigt bei Slayer ein! 2018-10-22T23:40:03+00:00

Gruppo Cimbali Acquires Controlling Stake in Espresso Innovator Slayer

Slayer Espresso, the 10-year-old Seattle-based manufacturer of technologically advanced and highly stylized espresso machines, has entered into a financial partnership with Italian espresso equipment giant Gruppo Cimbali.
The terms of the deal have not been made public, other than that Gruppo Cimbali has acquired a controlling financial stake in Slayer.

Gruppo Cimbali currently owns the La Cimbali and Faema brands, among others, offering numerous traditional and super-automatic machines in Italy and throughout the world, in part through nine international branches. Machines from Slayer — which offers 1- to 3-group versions of its signature model and introduced the impressive Slayer Steam last year — are primarily found in the United States.‘

In an announcement today, the companies said the deal will allow Slayer to leverage Gruppo Cimbali’s international market and manufacturing capabilities through its three Italian factories to expand the business globally. The deal gives Gruppo Cimbali a strong name in the high-end espresso segment, as well as a presence in the U.S. coffee mecca Seattle.

Both companies described Gruppo Cimbali’s controlling financial stake in Slayer as an investment. “Slayer will continue to operate independently, maintaining its core principles with the full company operating autonomously under Founder and CEO Jason Prefontaine,” Slayer Espresso said in a press release today.

In a letter posted on Slayer’s website, Prefontaine wrote, “I’d like to assure each of you,
this partnership is not a take over and our management structure will remain the same, under my leadership and guidance. Furthermore, ownership of our product line remains unchanged and Slayer will continue to innovate and design high end, craft coffee machines managing sales and distribution channels independently as they currently exist, in Seattle.”

Source. Dailycoffeenews — 01.2018
Insolvente Kaffeerösterei Helmut Sachers: Sanierungsverfahren 2018-11-01T22:36:32+00:00

Die im Mai in Insolvenz geschlitterte Traditions-Kaffeerösterei Helmut Sachers befindet sich innerhalb des vorgegebenen Sanierungsplans. 11/2017

Die 1929 gegründete Rösterei war Anfang dieses Jahres in Turbulenzen geraten. Über ihr Vermögen wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, der in weiterer Folge im Juli des Jahres rechtmäßig angenommen wurde. Zum Masseverwalter wurde der renommierte Sanierungsanwalt Michael Lentsch von der Kanzlei Kosch & Partner bestellt.

Das Unternehmen hat seinen Firmensitz Wien-Wieden, die Betriebsstätte befindet sich in Oeynhausen, südlich von Wien. Laut Creditreform beschäftigte das Unternehmen zuletzt zirka 26 Mitarbeiter. Der Umsatz wurde mit 5,2 Millionen Euro beziffert.

Die „Helmut Sachers, Kaffee-Import-Großrösterei-Großhandel, Wien GmbH wurde 1929 in Wien als Kaffeerösterei gegründet, ab 1972 wurde auch mit Kaffee gehandelt, ab 1983 begannen die Auslandsexporte. 2013 zog sich Helmut Sachers, Sohn des Firmengründers, aus dem Unternehmen zurück und verkaufte das Geschäft an die Immoga Beteiligungs GmbH bzw. an die Sawe Holding GmbH. Eigentümer ist Tamara Vogl, Geschäftsführer ist der Tiroler Gastronom Hannes Schlögl.

Den 123 Gläubigern wurde folgender Sanierungsplan angeboten: eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren. Die anerkannten Forderungen belaufen sich auf € 3,53 Mio. Das Unternehmen besteht also weiterhin. Der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. Sowohl die Rösterei, als auch der Shop, laufen lt. Geschäftsführung profitabel. Helmut Sachers Kaffee ist der größte Biokaffee-Hersteller in Österreich und konnte in den letzten acht Monaten die Exportquote um 10 Prozent erhöhen.

Nestlé übernimmt US-Kette Blue Bottle Coffee 2018-11-01T22:37:39+00:00

Blue Bottle Coffee ist eine hippe US-Edelkaffee-Kette mit rund 30 Cafés in den USA und Japan. Damit steigt mit Nestlé einer der größten Kaffeeproduzenten der Welt nach „Nespresso“ und „Nescafé“ auch ins Aufbrühen von Kaffee ein.
Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé ist eine Hausnummer im Kaffeegeschäft. Der Konzern mit Sitz im Schweizer Vevey ist bekannt für „Nespresso“ Kaffee-Kapseln und löslichen „Nescafé“. Mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Blue Bottle Coffee steigt das Unternehmen auch in das Aufbrühen von Kaffee ein. Das US-Unternehmen röstet und vertreibt nämlich nicht nur Kaffee, sondern betreibt auch knapp 30 Cafés in US-Großstädten und in Japan. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Cafés auf 55 steigen.

Bono investierte in Blue Bottle Coffee
Blue Bottle Coffee verkauft außerdem auch Fertiggetränke. Die Edelkaffee-Marke mit Sitz in Oakland in Kalifornien soll auch unter dem Dach von Nestlé weiterhin als selbstständiges Unternehmen tätig sein. Blue Bottle Coffee gilt als hippe Kultmarke für anspruchsvolle Kaffeetrinker.
Berühmte Startup-Gründer und Prominente investierten bisher in die Firma – etwa der WordPress-Gründer Matt Mullenweg, der U2-Sänger Bono oder der Schauspieler und „30 Seconds to Mars“-Sänger Jared Leto.

Kaufpreis: Eine halbe Milliarde US-Dollar?
Was sich Nestlé den Einstieg bei Blue Bottle Coffee kosten lässt, wurde nicht mitgeteilt. Die Financial Times schätzt einen Kaufpreis von etwa einer halben Milliarde US-Dollar für die erworbenen 68 Prozent.

10/2017